Merken An meinem Geburtstag im April stand ich in der Küche und wollte etwas kochen, das nach Frühling schmeckt. Mein Kühlschrank war voll mit buntem Gemüse vom Markt, und ich hatte keine Lust auf schwere Sahnesaucen. Also habe ich alles auf ein Backblech geworfen, geröstet, und das Ergebnis war so gut, dass ich es seitdem immer wieder mache. Diese Pasta Primavera ist seitdem mein Lieblingsrezept, wenn ich Farbe auf dem Teller und ein zufriedenes Gefühl im Bauch haben möchte.
Ich erinnere mich an einen Abend, als Freunde spontan vorbeikamen und ich nichts vorbereitet hatte. Ich habe dieses Gericht gekocht, und während das Gemüse im Ofen brutzelte, haben wir Wein getrunken und geredet. Als ich die Pasta servierte, war es plötzlich still am Tisch, nur das Klappern der Gabeln war zu hören. Einer meiner Freunde sagte: Das ist genau das, was ich heute gebraucht habe. Seitdem koche ich es immer, wenn ich Menschen glücklich machen will.
Zutaten
- Penne oder Fusilli (340 g): Kurze Pasta fängt die Gemüsestücke perfekt ein, nimm am besten welche mit Rillen, damit das Olivenöl besser haftet.
- Zucchini (1 mittelgroße, in Scheiben): Wird beim Rösten herrlich karamellisiert und behält trotzdem Biss, schneide sie nicht zu dünn, sonst werden sie matschig.
- Gelber Kürbis (1 mittelgroßer, in Scheiben): Bringt eine milde Süße und schöne Farbe, kannst du auch durch mehr Zucchini ersetzen, falls du keinen findest.
- Rote Paprika (1, in Streifen): Wird im Ofen süß und rauchig, die Haut bekommt kleine dunkle Stellen, die sind genau richtig.
- Gelbe Paprika (1, in Streifen): Macht das Gericht bunter und schmeckt etwas milder als die rote, beide zusammen sind ein Fest fürs Auge.
- Rote Zwiebel (1 kleine, in Scheiben): Wird beim Rösten weich und süß, schneide sie nicht zu fein, damit sie nicht verbrennt.
- Kirschtomaten (150 g, halbiert): Platzen im Ofen auf und geben eine natürliche Sauce ab, die die Pasta umhüllt.
- Brokkoli (120 g Röschen): Bekommt knusprige Spitzen und bleibt innen zart, ich liebe diese Textur.
- Olivenöl extra vergine (3 EL, aufgeteilt): Verwende gutes Öl, du schmeckst den Unterschied, es trägt das ganze Gericht.
- Knoblauch (3 Zehen, gehackt): Kurz angebraten duftet er unglaublich und gibt die perfekte Basis, nicht zu lange braten, sonst wird er bitter.
- Getrocknete italienische Kräuter (1 TL): Eine Mischung aus Oregano, Basilikum und Thymian bringt den italienischen Geschmack, frische Kräuter gehen auch.
- Salz (½ TL): Für das Gemüse und das Nudelwasser, nicht vergessen, Pasta braucht gesalzenes Wasser.
- Schwarzer Pfeffer (¼ TL, frisch gemahlen): Gibt eine leichte Schärfe, die das süße Gemüse ausgleicht.
- Chiliflocken (eine Prise, optional): Für alle, die es etwas feuriger mögen, ich gebe immer welche dazu.
- Parmesan (50 g, frisch gerieben): Frisch gerieben schmeckt er nussig und salzig, aus der Tüte geht es nicht, glaub mir.
- Frisches Basilikum oder Petersilie (2 EL, gehackt): Bringt Frische und Farbe am Ende, ohne geht es auch, aber damit ist es besser.
- Zitronenspalten (optional): Ein Spritzer hebt alles auf ein neues Level, probiere es unbedingt.
Anleitung
- Ofen vorbereiten:
- Heize den Ofen auf 220 °C vor und lege ein großes Backblech mit Backpapier aus. Das Papier verhindert, dass das Gemüse klebt, und macht das Aufräumen später viel einfacher.
- Gemüse vorbereiten und würzen:
- Verteile Zucchini, gelben Kürbis, Paprikastreifen, rote Zwiebel, Kirschtomaten und Brokkoli auf dem Blech. Träufle 2 EL Olivenöl darüber, streue die italienischen Kräuter, Salz und Pfeffer darauf, dann mische alles mit den Händen durch, bis jedes Stück glänzt, und verteile es in einer Schicht.
- Gemüse rösten:
- Schiebe das Blech in den Ofen und röste das Gemüse 18 bis 20 Minuten, rühre einmal nach der Hälfte der Zeit um. Es sollte an den Rändern leicht gebräunt und weich sein, der Duft zieht durchs ganze Haus.
- Pasta kochen:
- Währenddessen einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen. Hebe eine halbe Tasse Nudelwasser auf, bevor du die Pasta abgießt, dieses Wasser ist Gold wert.
- Knoblauch anbraten:
- In einer großen Pfanne 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen und den gehackten Knoblauch 30 Sekunden anbraten, bis er duftet. Pass auf, dass er nicht braun wird, sonst schmeckt er bitter.
- Alles vermengen:
- Gib das geröstete Gemüse und die abgetropfte Pasta in die Pfanne und schwenke alles vorsichtig. Falls es zu trocken aussieht, füge etwas von dem aufgehobenen Nudelwasser hinzu, bis eine leichte Sauce entsteht.
- Würzen und garnieren:
- Nimm die Pfanne vom Herd und rühre die Hälfte des Parmesans und die frischen Kräuter unter. Schmecke ab und passe Salz und Pfeffer nach Bedarf an.
- Servieren:
- Verteile die Pasta auf Teller, streue den restlichen Parmesan und extra Kräuter darüber. Wer mag, drückt noch etwas Zitronensaft darüber, das macht den Geschmack heller und frischer.
Merken Einmal habe ich dieses Gericht für meine Mutter gekocht, die immer skeptisch war, wenn ich sagte, dass Gemüse allein satt macht. Sie hat zwei Teller gegessen und am nächsten Tag nach dem Rezept gefragt. Seitdem schickt sie mir Fotos, wenn sie es selbst kocht, und das macht mich jedes Mal glücklich. Manchmal braucht man nur ein einfaches Gericht, um zu zeigen, dass gutes Essen keine komplizierten Zutaten braucht.
Variationen und Anpassungen
Du kannst das Gemüse nach Saison und Vorliebe ändern, im Frühling nehme ich Spargel und Zuckerschoten, im Herbst Pilze und Kürbis. Wenn du mehr Protein möchtest, brate Hühnchen, Garnelen oder Kichererbsen an und mische sie unter. Für eine cremigere Version kannst du am Ende einen Schuss Sahne oder Frischkäse einrühren, aber ehrlich gesagt braucht es das nicht. Auch Vollkorn- oder glutenfreie Pasta funktionieren prima, ich habe beides schon ausprobiert.
Aufbewahrung und Reste
Reste halten sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter bis zu drei Tage und schmecken sogar kalt gut. Ich esse sie gerne zum Mittagessen direkt aus der Box oder wärme sie kurz in der Pfanne auf. Falls die Pasta trocken geworden ist, gib beim Aufwärmen einen Schuss Wasser oder Olivenöl dazu. Einfrieren würde ich es nicht, das Gemüse wird dann zu weich, aber frisch zubereitet ist es sowieso am besten.
Serviervorschläge und Kombinationen
Diese Pasta ist für sich schon ein vollständiges Gericht, aber ich serviere gerne knuspriges Brot und einen grünen Salat dazu. Ein Glas kühler Pinot Grigio oder Sauvignon Blanc passt perfekt, die Säure des Weins hebt die Süße des Gemüses. Wenn Gäste kommen, stelle ich extra Parmesan, Chiliflocken und Zitronenspalten auf den Tisch, damit jeder nach Geschmack nachwürzen kann.
- Reiche frisches Ciabatta oder Focaccia zum Tunken der Sauce.
- Ein einfacher Rucola-Salat mit Balsamico-Dressing rundet das Ganze ab.
- Für Kinder kannst du die Chiliflocken weglassen und mehr Parmesan darüberstreuen.
Merken Diese Pasta ist mehr als nur ein Abendessen, sie ist eine Umarmung nach einem langen Tag. Ich hoffe, du genießt sie genauso sehr wie ich und machst sie zu deinem eigenen Rezept.